Zweite mausert sich zum Spielverderber

Nach dem unerwarteten Heimerfolg über YEG hat unsere Zweite Mannschaft auch beim Tabellendritten und Vorjahresmeister Adler Ellinghorst III für eine faustdicke Überraschung sorgen können. Beim 1:1 (1:1) entführte die Granzow-Elf mit viel Einsatz und etwas Glück einen Punkt aus dem KRÖGER-Park.

Kreisliga C1, 10. Spieltag

Adler Ellinghorst III - TSV II 1:1 (1:1)

Dabei standen die Vorzeichen alles andere als gut. Denn der üppige Kader der Vorwoche wurde schon wieder drastisch zusammengestaucht, nachdem Bastian Echterhoff und Jupp Kuhlmann bei der Ersten Mannschaft aushelfen mussten, zudem Christoph Kisker und Patrick Lindmeyer nicht zur Verfügung standen. Umso erstaunlicher, wie gut wir vor allem in den Anfangsminuten ins Spiel fanden und die starken Adler – zuletzt sechs Siege in Folge – ziemlich kalt erwischten. Nach einem mustergültigen Zuspiel aus dem Mittelfeld entwischte Patrick Berghof seinem Bewacher und traf trotz längerer Sprintstrecke zur umjubelten TSV-Führung ins lange Eck. Was für ein Auftakt!

Ellinghorst zeigte sich überrascht, zog dann aber die Zügel deutlich an. Unsere aufmerksame Hintermannschaft stand nach der viertelstündigen Schonfrist nun bis zum Schlusspfiff im Brennpunkt, löste diese Aufgabe unterm Strich aber mit Bravour. Natürlich kam die torgefährlichste Mannschaft der Liga zu ihren Chancen, doch im Vergleich zu den vorherigen Partien haben wir deutlich besser verteidigt. Schlecht sahen wir allerdings beim Ausgleich aus: Nach einer Flanke kam ein Adler von der Strafraumgrenze völlig frei zum Abschluss und platzierte den Ball perfekt ins Eck. Mal wieder ein Gegentreffer der Marke „Sonntagsschuss“, doch verdient war das 1:1 für die Gastgebermannschaft zu diesem Zeitpunkt allemal.

Die Adler schienen sich jedoch zu sicher, dass ihnen der Torerfolg Flügel verleihen würde. Wir wehrten uns mit Mann und Maus in der eigenen Hälfte gegen die Angriffe und konnten das Remis in die Pause retten. Auch nach dem Seitenwechsel biss sich der Tabellendritte lange die Zähne am TSV-Bollwerk aus, fand dann aber die Lücke: Nach einem Querpass vor dem Tor brauchte ein Angreifer nur noch den Fuß hinhalten – das 2:1. Dachten alle. Doch der Schiedsrichter wollte eine Abseitsstellung erkannt haben und gab den Treffer zur hellen Empörung der Gastgeber nicht. Riesenglück für den TSV, denn das Tor war absolut regelkonform.

Und die strittige Szene hatte Folgen. Denn von nun an beschäftigten sich die zunehmend frustrierten Adler-Kicker mehr mit dem Schiedsrichter und seinen Entscheidungen, als mit der eigenen Unzulänglichkeit, die spielerische Überlegenheit auch ins entsprechende Ergebnis umzumünzen. So auch 15 Minuten vor dem Ende, als unser Schlussmann einen Kopfball von der Linie kratzte und die Adler sich erneut um einen Treffer betrogen fühlten. Doch diesmal – und der Verfasser dieser Zeilen hatte definitiv die beste Sicht auf das Geschehen – war die Entscheidung des Referees völlig korrekt, denn der Ball war nicht mit vollem Umfang hinter dem Kreidestrich. Der Frust jedenfalls entlud sich bei einem Ellinghorster derart lautstark, dass wir die Schlussminuten nur noch gegen zehn Adler bestehen mussten. Das gelang, und so freuen wir uns schamlos über einen Punkt mehr auf dem Konto. Unverhofft kommt oft.

TSV II: Sauer – Bos, Ebbing, Hasebrink – Küper, J.Kahnert – Mi.Steinmann, T.Kahnert, Kallinowski (82. Schult-Heidkamp) – Hemmer, Berghof

Tore: 0:1 Berghof (10.), 1:1 Feldhaus (25.)

Rote Karte: Jansen (Adler / 85., Schiedsrichterbeleidigung)

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Kommentare: 1
  • #1

    Echte (Montag, 24 Oktober 2011 13:13)

    sehr gut Männer

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