Vereine stimmen gegen Kreisliga-Reform

Die Revolution ist ausgeblieben. Mit großer Mehrheit stimmten die Vereine im Fußballkreis Gelsenkirchen, Gladbeck und Kirchhellen gegen eine mögliche Neustrukturierung der Kreisligen. Zur Debatte stand eine eingleisige A-Liga und die Einführung der Kreisliga D.

In unserem Fußballkreis wird auch in den kommenden Spielzeiten in zwei A-Ligen, zwei B-Ligen und drei C-Ligen Fußball gespielt. Beim außerordentlichen Staffeltag stimmten die Vereine am Montag, 18. März, mit großer Mehrheit gegen einen Vorschlag des Kreis-Fußballausschusses, der die Zusammenfassung der beiden A-Ligen vorsah.

 

Meisterschaft = Aufstieg?

 

Über allem stand die Grundsatzfrage: Sollen Meister grundsätzlich aufsteigen? Ab der kommenden Saison 2013/14 gibt es nur noch einen festen Aufsteiger aus unserem Fußballkreis in die Bezirksliga. Das hat zurfolge, dass die beiden A-Liga-Meister Entscheidungsspiele austragen müssten. Der Gewinner spielt Bezirksliga, der Verlierer schaut trotz einer meisterlichen Saison in die Röhre. Der Kreis hatte seinen Vereinen daher den Vorschlag gemacht, eine eingleisige Kreisliga A einzuführen, um das skizzierte Szenario zu verhindern.

 

Doch mit Blick auf die Folgen einer solchen Neu-Strukturierung im Kreis wurde dieser Vorschlag mit breiter Mehrheit von den Vereinen abgelehnt. Die Zusammenlegung der beiden A-Staffeln hätte einen "Massenabstieg" zur Folge gehabt, der sich bis auf die Kreisliga C ausgewirkt hätte. Die vielen Mannschaften müssen ja irgendwo unterkommen, so stand die Neueinführung einer Kreisliga D als unterste Spielklasse im Raum. Spätestens an diesem Punkt waren die meisten Vereine - unter anderem auch unser Vertreter - gegen eine Neustrukturierung.

 

Weniger Aufsteiger

 

Stattdessen gibt es ab der kommenden Saison nur leichte Veränderungen bei den Auf- und Abstiegsregelungen. Wie bereits beschrieben, spielen die beiden A-Liga-Meister am Saisonende um den Aufstieg in die Bezirksliga. Dass solche Spiele erfahrungsgemäß ein großes Zuschauerinteresse hervorrufen, dürfte den unterlegenen Verein zumindest finanziell für den verpassten direkten Aufstieg entschädigen. Zudem gibt es noch eine Hintertür: Der Verlierer des Playoffs nimmt an einem Losverfahren des Verbandes teil und kann ggf. ein Entscheidungsspiel gegen eine Mannschaft eines anderen Kreises um einen freien Bezirksliga-Platz gewinnen. Herrlich kompliziert, dieser Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen... .

 

Aber auch für B- und C-Ligisten heißt es ab der kommenden Spielzeit: Aufsteigen wird noch etwas schwieriger. Denn ein direkter Aufstieg als Vizemeister der Kreisliga B (war bei uns 2007 der Fall) ist dann nicht mehr möglich, höchstens über den Umweg Relegation. Aus den drei C-Ligen steigen definitiv nur noch die Meister auf. Die Aufstiegsrunde der Zweitplatzieren, die unser TSV 2005 gewinnen konnte, entfällt daher künftig.

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Kommentare: 1
  • #1

    Juicers Reviews (Freitag, 26 April 2013 04:50)

    This is a great blog post! Thanks for sharing with us!

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