Zu wenig Saft im Akku

Der TSV ist derzeit leider nicht in der Lage, es über 90 Minuten mit den Spitzenteams aufzunehmen. Bei der SG Preußen Gladbeck II war unsere Erste Mannschaft nur im ersten Durchgang auf Augenhöhe und verlor letztlich verdient mit 0:1 (0:0). Auch unsere Reserve kehrte mit leeren Händen vom Auswärtsspiel bei Anadolusport Gelsenkirchen zurück: Die Dieckmänner unterlagen 0:5 (0:2).

Kreisliga B1, 22. Spieltag

Preußen Gladbeck II – TSV 1:0 (0:0)

„In unserer derzeitigen Verfassung reicht es leider nicht für ganz oben“, analysierte TSV-Coach Ralf Reiprich nach einer verdienten 0:1-Niederlage beim Tabellendritten. „Wir haben definitiv das Potential, um besser als Platz sieben zu stehen. Doch dafür muss die Mannschaft einfach mehr investieren. Den Willen kann ich niemanden absprechen, aber es fehlen die Kräfte, um in so einem Spiel hinten heraus noch mal was zu bewegen.“

Auf dem Gladbecker Jahnplatz gelang es uns nur in der ersten Halbzeit, für ein ausgeglichenes Kräftemessen zu sorgen. Die Preußen kamen nur zu wenigen Tormöglichkeiten, weil wir defensiv ordentlich standen. Einmal musste der Pfosten für unseren Keeper retten, als die Gastgeber nach einem Standard aus dem Gewühl heraus gefährlich wurden. Auf der anderen Seite hatte der TSV durch Tim Hemming seine beste Möglichkeit, leider ging der Schuss knapp am langen Eck vorbei. Das Remis zur Pause, es war verdient.

Doch dann kamen die ersten Hiobsbotschaften. Fabian Ebbing und Johan Schneider mussten verletzungsbedingt runter, so waren wir gezwungen, die Zentrale komplett neu zu ordnen. Das gelang leider nur unzureichend. Denn mit Wiederanpfiff konnte sich die erfolgreichste Rückrundenmannschaft immer besser in unsere Hälfte festbeißen und kam zwangsläufig zu guten Torchancen. Erneut stand uns dabei das Aluminium helfend beiseite.

Viel zu selten konnten wir uns Entlastung nach vorne verschaffen. Einmal jedoch gelang es Daniel Platzköster, in den gegnerischen Strafraum einzudringen und wurde dort elfmeterreif zu Fall gebracht – der fällige Pfiff des ansonsten fehlerfreien Referees blieb allerdings aus. Fast im Gegenzug dann das goldene Tor der Gladbecker, begünstigt durch drei Fehler des TSV: Erst durfte ein Preuße völlig ungestört von der Strafraumgrenze abziehen, den Schuss konnte unser Schlussmann nicht festhalten, so dass sich der zur Pause eingewechselte Jan Kaiser im Nachschuss unbewacht zum Matchwinner küren konnte (72.).

Während die Preußen durch diesen Erfolg im Aufstiegsrennen weiter munter mitmischen, geht es für den TSV in den verbleibenden Wochen wohl nur noch darum, die Saison anständig zu Ende zu bringen. Dazu gehört auch ein beherzter Auftritt am kommenden Sonntag, wenn der VfB Kirchhellen II zum Dorf-Derby nach Feldhausen kommt.

TSV: Sauer – Jungnickel – Platzköster, Ebbing (46. Meyza), Pyrzakowski – Grewer, Schneider (46. Küper) – Kallinowski (73. Hönes), Mitrovic, Hemming – Kulik

Tor: 1:0 Jan Kaiser (72.)

Kreisliga C1, 22. Spieltag

Anadolusport Gelsenkirchen - TSV II 5:0 (2:0)

Nichts zu holen für unsere Reserve beim spielstarken Tabellenfünften in Gelsenkirchen-Horst. Dabei hatte die Dieckmann-Elf zunächst gut ins Spiel gefunden: Hendrik Telljohann wurde auf dem Weg zum Tor zu Unrecht wegen angeblicher Abseitsposition zurückgepfiffen. Pech hatten auch Bastian Josten und Sven Peter, die bei ihren Möglichkeiten am gegnerischen Schlussmann scheiterten. Das 1:0 für die Hausherren in Minute 14 war daher etwas überraschend, ließ aber die Kräfteverhältnisse in der Folge deutlich in die Gegenrichtung kippen.

 

Begünstigt wurden die Anadolu-Kicker allerdings auch durch einen Aussetzer des TSV II. Sven Peter wurde rüde gefoult, ließ sich anschließend zu einer verbalen Unsportlichkeit hinreißen und bezahlte das teuer: Rot für den TSV-Kapitän (42.). "Das darf mir natürlich nicht passieren. Deshalb nehme ich diese Niederlage auch auf meine Kappe", so ein untröstlicher Peter nach Schlusspfiff.

 

Mit einem Mann mehr auf dem Feld ließen die Gelsenkirchener den Ball und das verbliebene TSV-Personal ordentlich marschieren. Psychologisch ungünstig fingen wir uns vor dem Seitenwechsel das 0:2 und wurden im zweiten Spielabschnitt dann vollends auf links gedreht. Besonders bitter: Ahmet Geneli, der den Feldverweis provoziert hatte, stellte mit einem lupenreinen Hattrick (56., 66., 85.) den 5:0-Endstand her.

 

Trotz der Niederlage sollte sich unsere Zweite nicht grämen. Allzu viele Punkte wurden vor diesem Trip ohnehin nicht eingeplant. Am kommenden Sonntag gegen Adler Ellinghorst III sollten die Dieckmänner wieder bessere Chancen auf Zählbares erhalten.

 

TSV II: Droese - Deffner, Kahnert, Häde (46. Droste), Reimann (60. Topfmeyer), Lindmeyer, Hackbarth (70. Mues), Telljohann, Stappert, Peter, Josten

 

Rote Karte: Peter (42., gr. Unsportlichkeit)

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Kommentare: 1
  • #1

    u=13130 (Freitag, 03 Mai 2013 20:02)

    This is a great article! Thank you for sharing with us!

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